Videobasierte Verkehrsanalyse

Leistungen verkehrsteiner
  • Durchführung von Videoaufnahmen über mehrere Tage
  • Ortsbegehung mit Fotodokumentation und Velo-Kamerafahrten
  • Erstellung eines Videosplits
  • Detaillierte Auswertung und Analysen der Fahrbeziehungen und Bewegungslinien von über 400 Velos sowie deren Zusammenspiel mit dem übrigen Verkehr
  • Analyse und Dokumentation guter bzw. konflikthafter Verkehrsabläufe
  • Ergänzende Analysen zum Fussverkehr bzw. öffentlichen Verkehr
  • Diskussion der Analyseergebnisse mit Auftraggeber und Einsprechern
  • Erstellung eines Illustrierten Berichts

Mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Kantonsstrasse in Siebnen zu erhöhen, wurde im Dorfkern das Projekt “Grosskreisel” realisiert. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgte im Herbst 2015. Gebaut wurde eine Art “rechteckiger Kreisel” (Einbahnregime, kein signalisierter Kreisverkehr, unterschiedliche Vortrittsverhältnisse) mit einer Länge von 105 Metern und einer Breite von 55 Metern. Für Zufussgehende sind neue und breitere Trottoirs sowie Querungsstellen entstanden. Dem Radverkehr wurden abschnittsweise neue Flächen in Form von Radstreifen sowie separaten Abbiegespuren auf der Fahrbahn zugewiesen. Die Radverkehrsmassnahmen wurden jedoch bereits in der Projektauflage kontrovers diskutiert und es gab Einsprachen gegen die Planung, worauf mit Anpassungen reagiert und eine Überprüfung nach Fertigstellung zugesichert wurde. Nach der Inbetriebnahme beauftragte das kantonale Tiefbauamt die verkehrsteiner AG mit der Durchführung und Auswertung von Videoaufnahmen zur Analyse des Verkehrsgeschehens bzw. der Verkehrsabläufe.

In der Analyse wurde besonderer Fokus auf den Radverkehr und dessen potentielle Konfliktstellen gelegt. Darüber hinaus wurde aber auch das Gesamtverkehrsgeschehen hinsichtlich der Wirkung der neuen Anlage für alle Verkehrsteilnehmenden betrachtet.

Anhand der Videoanalyse konnte die Funktionalität des “Grosskreisels” nachgewiesen werden. Velofahrende scheinen relativ gut mit der neuen Situation zurechtzukommen, was von den Einsprechern positiv aufgenommen wurde. Die Untersuchung zeigte aber auch noch punktuellen Verbesserungsbedarf auf. Die Kantonsstrasse kann hinsichtlich des Gefahrenpotentials heute als deutlich besser als vor dem Umbau eingestuft werden.